Nov. 06

Community-Erlebnis Camp Gardasee

Community Erlebnis Camp Lago die Garda vom 26. – 30.10.2026

5 Tage „Goldener Oktober“ am Gardasee

Bereits am Sonntag, 25.10.26 abends findet ein erstes Kennenlernen der 11 Teilnehmer mit den 3 Guides im Bella Vita in Torbole bei typisch italienischer Küche statt.

Am Montagmorgen treffen wir uns bei strahlend blauem Himmel auf einem kleinen Platz am See. Es ist frisch. Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen klettern über die Gardasee-Berge. Nach einem kurzen Briefing und ausführlichem Bike-Check rollen wir langsam am Ufer des Sees entlang, welcher sich nach einem turbulenten Sommer anmutig in eine herbstlich angenehme Stille hüllt.

Der Weg führt uns durch enge, mit typisch italienischen Häusern gesäumte Straßen von Arco, um dann über die ersten kleinen schmalen Pfade und steinigen Trails weiter in die Marocche di Dro im Sarcatal zu rollen. Es geht über teils verspielte, teils anspruchsvolle Trails bergauf und bergab und der Kontrast zwischen dem stahlblauen Himmel, dem weißen Kalkgeröll und dem in der Sonne goldbraun leuchtenden Buschwerk zaubern uns ein lächeln ins Gesicht. Über Waldtrails fahren wir weiter in Richtung Cavedine See, welcher türkisblau durch die Bäume blitzt. Nach ca. 50 km und ca. 1000 HM gönnen wir uns auf dem Heimweg einen Kaffee in der Altstadt von Arco.

Der zweite Tag führt uns ebenfalls bei bestem Herbstwetter über insgesamt ca. 40 km und ca. 1500 HM in das Monte Baldo Massiv auf den Dos Remit. Der dortige Picknick-Platz mit einem wunderschönen Tiefblick auf den nördlichen Gardasee mit Riva und Torbole, in das gegenüberliegende Ledrotal und am Horizont der Blick auf das schneebedeckte Brenta-Gebirge lädt zum Verweilen ein. Gestärkt rollen wir teils über Schotterwege und Waldtrails auf der Ostflanke des Monte Baldo bergab, wo sich uns ein erhabener Blick in die Weite des Etschtals bis nach Rovereto erschließt. Nach einem weiteren anspruchsvollen Uphill wagen wir die rasante Abfahrt auf dem Trail Val des Diaol über typisches Gardasee-Geröll. Dieser Trail spült uns in Nago aus und wir belohnen uns abschließend mit einem Kaffee und kleinen Imbiss in Torbole.

Am Mittwoch durchstreifen wir, zunächst bei bedecktem Himmel, den nördlich des Sees gelegenen Monte San Pietro. Wir fahren durch Olivenhaine, wo die Olivenernte in vollem Gange ist und wo ein freundliches „Buon Giorno“ mit einem netten „Salve“ erwidert wird. Über den Dos del Clef, von dem man einen eindrucksvollen Blick in die Tiefe des Sarcatals erhaschen kann, führt uns ein steiler Schotterweg bis zum Bocca di Tovo. Dort machen wir eine kurze Rast, um uns dann, einem von Beginn an, anspruchsvolleren Waldtrail, gewürzt mit ordentlichen Spitzkehren zu widmen. Wir werden auf einer wunderschönen in buntesten Herbstfarben liegenden Almwiese ausgespült. Nun noch ein paar Höhenmeterchen hinauf zum Rifugio San Pietro, wo bei unserer Ankunft die Sonne mit voller Kraft hinter den Wolken hervortritt und uns eine wundervolle Aussicht auf den Gardasee den Atem raubt. Nach der dortigen Einkehr fahren wir über den Monte San Pietro direkt in den nächsten Trail. Für heute nicht genug, wechseln wir die Talseite, um auf dem alten unteren Teil der Adrenalina gen Riva zu rauschen – es fühlt sich wie ein superschneller Sinkflug an.

Nach ca. 50 km und 1800 HM kommen wir bei Dämmerlicht, müde und trotzdem glücklich in Torbole an.

Für Tag 4 haben wir uns als Abschluss auf jeden Fall den Monte Brione vorgenommen. Und weil der Mittwoch wirklich anstrengend war und es spät wurde, passen wir die heutige Tour ein wenig an.

Wir starten wie gewohnt um 09:00 Uhr mit dem täglichen Briefing und dem Bike-Check in die Tour. Heute geht es über Arco, Massone, Pianaura in Richtung der `Open Air Gallery´ einem Skulpturenpark mit dem Namen Progetto 3000. Auch heute sind wir wieder von aller bestem Wetter verwöhnt. Über gewöhnliche Forststraßen fahren wir bis Masi di Vigo.

Dort wechseln wir die Talseite um uns zum höchsten Punkt des Tages – auf 770 m üNN zu schrauben. Hier lädt uns ein schöner sonniger Platz mit Tisch und Bank zur Rast ein. Eingepackte Pizzahälften des Vorabends werden aufgegessen, oder der eingepackte Riegel.

Bald kommen wir an einen Platz, an dem wir unsere Saftys anziehen, denn nun kommt ein ausgiebiger Trail, welcher ein bisschen mehr zu bieten hat und hier und da das Geschick und die Balance austestet. Ausgespült werden wir in Pergolese, dem nördlichen Ende der Marocche und fast am nördlichen Ende des Sarcatals. Wir wollen noch auf den Monte Brione, deswegen geht es auf direktem Weg und zügigem Tempo in Richtung Riva.

Jetzt geht’s hinauf, zusätzliche 240 Hm, zum Monte Brione, von dem wir wieder einen herrlichen Blick auf den See haben. Zum Abschluss serviert uns der Brione einen schönen S2 Trail und eine rassige Abfahrt nach Riva. Am Schluss stehen ca. 70 KM und 1350 HM auf der Uhr.

Der letzte Fahrtag steht an. Heute wollen wir noch einmal hoch hinaus. Der erste Teil der Strecke verläuft wie der gestrige. Oben bei den Kastanien von Pianaura jedoch biegen wir nach rechts in Richtung Troiana, Carobbi ab. Hier zieht sich zuerst ein Asphalt und Betonsträßchen auf, zum Teil sehr giftigen Rampen, nach oben. Kurz hinter Carobbi auf ca 825m üNN haben wir den nördlichsten Punkt erreicht und drehen nun in einer scharfen Kehre, gen Süden, immer weiter aufwärts kletternd, ab. Auf der Strada forrestrale Tovi geht es weiter mit immer wieder großartigen Blicken auf die Brenta Dolomiten und die Adamello Gruppe weiter zur Malga Zanga – unser Ziel für die große Rast des Tages.

Eine Malga welche bei Sonnenschein zum Verweilen, die Sonne genießend, einlädt. Hier gibt es die typischen Gerichte des Trentinos, aber auch leckere Kuchen und sehr guten Kaffee.

Nach einer Weile brechen wir auf in Richtung Santa Barbara, um von dort den letzten Gipfel dieser Tage, den Monte Creino in Angriff zu nehmen. Die Abfahrt von dort ins Tal nehmen wir über einfachere Waldtrails, Forststraßen, genießen nach einem kurzen Abstecher, auf einer Klippe stehend noch ein letztes Mal die beeindruckende Landschaft und den Blick auf den Lago, bevor wir dann abschließend auf einem tollen, deutlich rumpeligen Trail, der die Konzentration noch einmal voll beansprucht, die letzten Tiefenmeter genießen.

In Arco angekommen, gönnen wir uns in der Bar `Caffee Trentino´ ein Getränk und einen Imbiss.

Nach ca. 46km und 1650 HM kommen wir müde und voller Eindrücke nach einer gelungenen Woche wieder in Torbole an.

Den Abschluß dieser Woche, begehen wir wieder im `Bella Vita´ in Torbole, wo wir uns dann auch voneinander verabschieden.

Wir die Guides, Andrea, Florian und Michael, möchten uns bei allen Teilnehmern bedanken. Denn die beste Planung und auch das beste Wetter nutzen nichts, wenn die Truppe nicht mit Herzblut, Lust und Engagement dabei ist.

11 Teilnehmer, 3 Guides, eine Woche Community Erlebniscamp `Lago die Gard´, Dankeschön.

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