DIMB wird im Altmühltal aktiv und nimmt den Naturpark beim Wort.altmuehltal_verbotschild

Gründung der DIMB IG Altmühltal wird aktuell vorbereitet. 

Im Donaukurier-Artikel "Streit im Jubiläumsjahr" vom 24.07.2015 hießt es abschließend:
Und die Mountainbiker? Für die werden momentan Ausweichrouten erarbeitet, erklärt Würflein. Gemeinden, Landkreise, Touristiker und Naturschützer sollen das gemeinsam schaffen, zum Teil unterstützt mit Fördergeldern der Europäischen Union für den ländlichen Raum. Würflein: „Unser Prinzip heißt: Angebote statt Verbote.“

Wieder einmal bleiben Behörden, Touristiker und andere Interessenvertreter lieber unter sich, wenn etwas "für die Mountainbiker" unternommen wird. Etwas das man schon aus Baden-Württemberg kennt. Ebenso unredlich wie der dortige 10%-Kompromis erweist sich das mantraartig vorgetragene "Angebote statt Verbote" des Geschäftsführers des Naturparks, Christoph Würflein.

Trotz dieser eindeutigen Erklärung hatte der Naturpark mehrere Abschnitte des Altmühltal-Panoramawegs für Mountainbiker sperren lassen. Diese klare Aussage passt so gar nicht zu den zahlreichen Beschilderungen, die den Eindruck eines Radfahrverbotes erwecken sollen. Nicht zuletzt deshalb haben sich einige Initiatoren entschlossen eine Interessensgemeinschaft Altmühltal der Deutschen Initiative Mountainbike e.V. zu gründen. Die Gründungsveranstaltung der DIMB IG Altmühltal findet am 13.11.2015 um 19:00 Uhr in Böhmfeld statt.

Da Würfleins Prinzip "Angebote statt Verbote" auch der Rechtslage in Bayern entspricht, gilt es den Naturpark beim Wort zu nehmen. Die Interessenvertretung der Mountainbiker in Deutschland setzt sich dafür ein, dass die Radfahrer ihr in Bayern sogar verfassungsmäßig garantiertes Recht auf Naturgenuss weiterhin wahrnehmen können. Die DIMB hat daher bereits Anfang der Woche die zuständige Naturschutzbehörde im Landkreis Eichstätt angeschrieben und erwartet spätestens am 12.11.2015, pünktlich zur IG-Gründung, eine Antwort.

Wie sich die Aktivitäten der neuen IG Altmühltal gestalten werden, wird sicher maßgeblich auch davon abhängen, ob die Beschilderungen weiterhin Bestand haben werden. Die Schwerpunkte könnten bei regelmäßigen gemeinsamen Ausfahrten, dem Erhalt, Ausbau und der Förderung einer geeigneten Infrastruktur (Wegeerhalt, -pflege, -patenschaften) liegen oder aber auch vornehmlich im Einsatz gegen die Streckensperrungen. Bei Bedarf würde man als kompetenter Ansprechpartner vor Ort für Vereine, Behörden und Gemeinden, aber auch jedem interessierten Radler zur Verfügung zu stehen.

Schreiben der DIMB an den Naturpark Altmühltal.
Flyer NSG Nutscheid

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