Bild_1Seit Jahren steigen die Urlauberzahlen im Schwarzwald kontinuierlich an. Immer mehr Gäste sind in der Ferienregion aktiv zu Fuß oder mit Rad und Mountainbike unterwegs. Der Schwarzwald ist das beliebteste Wandergebiet der Bundesbürger und zugleich eines der beliebtesten Mountainbike-Reviere nördlich der Alpen.

Bisher gab es kaum  Probleme zwischen Wanderern und Mountainbikern – und das soll auch so bleiben. Und deshalb werben Schwarzwald Tourismus GmbH (STG), Landesforstverwaltung, Schwarzwaldverein, die Naturparke Schwarzwald Mitte/Nord und Südschwarzwald, die Deutsche Initiative Mountain Bike (DIMB), der Badische Radsportverband und der ADFC mit ihrer gemeinsamen Initiative „Gemeinsam Natur erleben“ für ein respektvolles Miteinander auf allen Wegen.

Es gibt häufig Situationen, in denen sich Wanderer und Mountainbiker auf Waldwegen begegnen. Damit dies auch bei wachsenden Urlauberzahlen ohne Konflikte möglich ist, „wollen wir gezielt den respektvollen und freundlichen Umgang aller Waldbesucher untereinander fördern“, erklärt Forstpräsident Meinrad Joos. Und Schwarzwaldvereins-Präsident Georg Keller ergänzt: „Wir werben schon seit 150 Jahren für das freundliche Miteinander im Wald.“

Ein leuchtend gelbes Schild mit dem Symbol eines Wanderers und eines Mountainbikers, den Logos der Partner und dem Motto „Gemeinsam Natur erleben“ soll für gegenseitige Rücksicht werben. Die STG stellte die Initiative während ihrer diesjährigen Jahrestagung am 15. Juli in Bühl der Öffentlichkeit vor. Auch Postkarten und eine gemeinsame Internetseite werben um das einvernehmliche Miteinander von Radlern und Wanderern. Heiko Mittelstädt von der DIMB erhofft sich von der Initiative der STG „mehr Akzeptanz für das Mountainbiken und mehr Freude im Wald für alle“.

Landrätin Marion Dammann aus Lörrach und Landrat Jürgen Bäuerle aus Rastatt als Vorsitzende der beiden Naturparke Schwarzwald Mitte/Nord und Südschwarzwald wünschen sich „von allen Waldbesuchern gegenseitige Toleranz“.

Die DIMB ist sich mit allen Partnern der Aktion darüber einig dass Akzeptanz und Rücksichtnahme die entscheidenden Faktoren für ein gutes Miteinander sind. Wir stehen mit unseren Trailrules und der Fair on Trails Kampagne seit vielen Jahren für ein verantwortungsvolles Mountainbiken. Besonders freut uns dass diese Ziele gemeinsam mit Tourismus, Forst und Wanderverband aufgegriffen werden.IMG_1168a

Nichtsdestotrotz sehen wir und die DIMB die 2 Meter Regel weiterhin als hinderlich an. Diese unsinnige Regelung muss abgeschafft und durch ein modernes Betretungsrecht, das niemand diskriminiert und das auf ein Miteinander auf der Basis gegenseitiger Rücksichtnahme setzt, ersetzt werden. Wir betrachten die gemeinsame Aktion "Gemeinsam Natur erleben" als erste Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel, dem aber zwingend auch weitere Schritte folgen müssen. Deshalb ist es an der Zeit, dass dem langjährigen guten Miteinander im Wald und dem heutigen guten Miteinander der Verbände nun auch die Politik die Zeichen der Zeit aufgreift und das Betretungsrecht in Baden-Württemberg grundlegend reformiert. Wir jedenfalls werden weiter in Stuttgart am runden Tisch dafür werben und uns auch sonst mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Baden-Württemberg ein modernes Betretungrecht zu bekommt, das allen Interessen fair und diskriminierungsfrei Rechnung trägt.

Mehr Infos unter www.gemeinsam-natur-erleben.de

Bild von links (Roland Schöttle, Naturpark Südschwarzwald; Georg Keller, Präsident Schwarzwaldverein; Frank Scherer, STG Aufsichtsrat Vorsitzender und Landrat Ortenaukreis; Volker Schulte, Badischer Radsportverband; Heiko Mittelstädt; Projektleiter DIMB)